Third-Wave-Kaffee und wo ihr den besten in Hamburg bekommt

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Third-Wave-Kaffee ist – noch – ein Geheimtipp unter Kaffeekennern. In Hamburg gibt es aber inzwischen eine wachsende Szene von kleinen Cafés und Kaffeeröstereien, die besonderen Wert auf Qualität legen.

Hier verraten wir euch, was es mit der „dritten Kaffeewelle“ auf sich hat und wo ihr den besten aufgebrühten Kaffee in Hamburg bekommt.

Alle Welt – also, die der begeisterten Kaffeetrinker – spricht seit einigen Jahren immer mehr von Third Wave Coffee und trinkt ihn natürlich. Was aber genau verbirgt sich dahinter und woher kommt der Trend?

Ganz neu ist Third Wave Coffee nicht. In den USA begann der Trend schon vor etlichen Jahren, bevor die Bewegung in den 2000ern über den Teich schwappte und bei uns ankam.

Die dritte Kaffeewelle ist die Bewegung hin zum ursprünglichen Kaffee, der mit großer Sorgfalt angebaut, geröstet und zubereitet wird. Nach der großen, zweiten Kaffeewelle in den 90ern mit Kaffeegetränken auf Espresso-Basis wird der Kaffee heute wieder aufgebrüht.

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Das geht mit unterschiedlichen Methoden und Mitteln – z. B. mit der Aeropress, einem einfachen Handfilter oder auch mit abenteuerlichen Apparaten wie dem Syphon.

Wie, Kaffeefilter soll jetzt hipp sein, fragt ihr euch?

Die Antwort: ein klares Ja!

Der aufgebrühte Kaffee von heute hat nicht mehr viel gemein mit dem Filterkaffee, den es bei Omas Geburtstag kannenweise zu trinken gab. Früher, vor allem ab den 50ern, kam der fertig gemahlene Kaffee direkt aus der eingeschweißten Packung aus dem Supermarkt und wurde wahlweise mit einem Handfilter oder in einer klassischen Kaffeemaschine aufgebrüht und serviert. Kännchen Dosenmilch und ein paar Würfelzucker dazu – und fertig.

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Heute ist es eine Kaffee-Zeremonie. Der Kaffee kommt aus einem guten Anbau, hat eine richtig gute Qualität und hat, ähnlich wie beim Wein, eine eigene Geschmacksnote – ob fruchtig oder eher schokoladig oder karamellig. Man nimmt sich Zeit, wärmt die Kanne vor, mahlt die Kaffeebohnen frisch, gießt den Kaffeefilter mit heißem Wasser auf, um unerwünschte Geschmacksstoffe zu entfernen, filtert das Wasser, misst die Temperatur des Wassers. Nach den Vorbereitungen gießt man das Wasser langsam und sorgfältig auf und lässt es durch den genau abgewogenen Kaffee tröpfeln. Ganz im Sinne von Slow Food jetzt also Kaffee als „Slow Drink“.

Und: man trinkt wieder schwarz. Es geht um den reinen Geschmack der Kaffeebohne ohne die Zugabe von Milch, Zucker usw.

Die dritte Kaffeewelle ist also die Bewegung hin zum ursprünglichen Kaffee.

In Hamburg gibt es einige Cafés, die teilweise ihren eigenen Kaffee rösten oder mit lokalen Röstereien zusammenarbeiten. Ihnen ist die Fairness ein Anliegen und so beziehen sie Kaffee aus Fairtrade-Betrieben oder direkt vom kleinen Kaffeebauern des Vertrauens. Und häufig investieren sie Teile der Einahmen in soziale Projekte.

Probiert es am besten mal aus! Einige der Highlights unter den Cafés in Hamburg:

Nord Coast Coffee Roasters – noch ein Geheimtipp in der Deichstraße bieten die Macher von Nord Coast selbst täglich frisch gerösteten Kaffee aus unterschiedlichen Anbaugebieten mit Blick auf den Fleet.

less political – Kaffee gibt es in den verschiedensten Zubereitungsarten, Third Wave Coffee ist hier auch mit Kokosmilch und anderen spannenden Zutaten zu haben. Außerdem gibt es hier das Zubehör für zuhause.

Codos – eine kleine Kaffeebar mitten in der Schanze. Im Sommer unbedingt auch den Cold Brew mit Tonic probieren.

Stockholm Espresso Club – hier in Winterhude gibt es hell gerösteten Kaffee aus Schweden zubereitet mit Syphon, Aeropress oder Kaffeefilter.

 

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